"O glücklich, wer noch hoffen kann,

Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!

Was man nicht weiß, das eben brauchte man,

Und was man weiß, kann man nicht brauchen."

Johann W. von Goethe, "Faust. Eine Tragödie, I, Vor dem Tor"

  

 

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Ist es möglich, die Welt mit Liebe zu umfangen?

Obwohl sie so ist, wie sie ist?

 

Man könnte fragen: wärest du der liebe Gott, würdest du so eine Welt erschaffen, wo man nur dadurch leben kann, dass man beraubt und tötet: Tiere, Pflanzen, die Erde?

Warum will niemand zugeben, dass das alles nur unheimlich und dämonisch ist?

Die alten Griechen sagten, der Kosmos sei aus dem Chaos entstanden. Aus welchem?

Kosmos heißt Ordnung. Wer hat das Chaos in Ordnung gebracht?

Wenn gesagt wird, Gott habe die Welt erschaffen, "und er sah, dass es gut war" (1 Mo 1, 11), dann fragen wir: welcher Gott? Und warum, wie und wozu?

Geheimlehren der so genannten Gnosis behaupten, dass nicht Gott die Welt erschaffen habe - die Hierarchie des Lichts -, sondern der Teufel - die Hierarchie der Finsternis.

Aber es gibt auch eine – leider - sehr unbekannte Richtung der Gnosis, die das differenzierter sieht, von den Wissenschaftlern die "Vollendung der Gnosis" genannt, begründet im 3. Jh. durch Mani von Ekbatana, der sich selbst "Apostel Jesu Christi" nannte.

Er gilt nicht nur als einer der ersten, die östliche und westliche Religion vereinigten – so wurde er auch als "Buddha des Lichts" bezeichnet -, sondern auch als einer der ersten 'Ökologen' der Weltgeschichte, der von dem Licht in allen Erscheinungen der Natur ('Buddha-Natur') und 'Achtsamkeit' im Umgang mit ihnen predigte.

Der aber auch dartat, dass und warum es nötig war, das ursprüngliche Chaos zu bändigen, die so genannte Welt als eine 'Quarantäne-Station' zu schaffen, in der das Dämonische des Seins unablässig veredelt wird, bis diese Welt nicht mehr nötig ist – "Selbstheilung des Seins"...

Seitdem gibt es ein unablässiges Ringen zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis um die Seele des Menschen.

Während die schlechten Schöpfungsmächte diese Seele in den Körper einsperren wollen, arbeiten die guten Schöpfungsmächte an der unablässigen Veredelung der weltlichen und menschlichen Natur, um ihre Befreiung aus diesem Seinsfeld vorzubereiten.

 

Wie die Seele bereits beim Kleinkind verfälscht wird

 

Wie wir wissen, unterscheidet sich scheinbar das kleine Kind in seinen Reaktionsweisen am Anfang kaum von einem Hundewelpen oder Schimpansenjungen.

Aber schon bald regt sich die Seele und gerät in Gegensatz zum Körper.

Während bei anderen Säugetieren die Tolpatschigkeit bald überwunden und der Körper immer besser beherrscht wird, kommt es bei Menschen zu einem immer größeren Auseinanderdriften von körperlichen und seelischen Bedürfnissen.

Die Seele oder der Geist ist 'schneller' oder oft 'woanders' als der Körper, und so sind unablässige Fehlleistungen und Unfälle vorprogrammiert.

In dem verzweifelten Bemühen, den Körper als Seinswerkzeug in den Griff zu kriegen, kommt es zu einer weiteren Spaltung:

Zu den unablässigen körperlichen Verletzungen, die das Kleinkind erleidet, kommen unzählige seelische Verletzungen durch andere Kinder und Erwachsene.

Konfrontationen, Streit, Konkurrenz, Abwertungen, Kritik, die es immens einschüchtern und Bedrohung seines Seins und Fließens spüren lassen und auf die es mit besonderer Anstrengung reagiert, Strategien zu entwickeln, um seelisch zu überleben.

Es baut ein so genanntes strategisches Selbst auf, ein Kunst-Ich oder Oberflächenselbst, das es leiten soll und das sich immer mehr vom eigentlichen Seelenwesen, vom natürlichen 'Herzen', entfernt, das in den Untergrund gedrückt und so zu einem 'unteren Selbst' wird: wir begegnen einander als 'Maske' (lateinisch 'persona'), nicht mehr authentisch!

Die wahren, natürlichen Gefühle des Leidens, aber auch sanktionierte, verbotene Reaktionsweisen werden als bedrohlich, schwächend, abwertend erlebt und gleichfalls in den Untergrund gedrückt:

Es bildet sich ein geheimes, verstecktes 'inneres Kind' oder 'Schatten-Ich', das nicht nur körperlich krankheitserzeugend ist, wie man heute weiß;

sondern auch seelisch behindernd, ein 'Saboteur', wenn wir in unseren persönlichen und gesellschaftlichen Beziehungen und Verhältnissen so sein möchten, wie wir es uns wünschen.

Das wissen wir alle, aber wir schauen nicht so genau hin, weil uns einsuggeriert wird, das müsse so sein:

  • dass unsere Seele im Kleinkindalter in diese Spannung und Spaltung gezwungen wird;
  • dass wir unser Körpergefühl und unsere gesunde Haltung und Beweglichkeit verlieren;
  • dass wir einerseits 'kopfig' und sprechlastig werden
  • und andererseits 'bemackt', unberechenbar, 'unzurechnungsfähig'…

Aus der Sicht des wissenden Christentums handelt es sich aber hier um dämonische Einflüsse, die uns prägen und die wir selbst erzeugen oder aufrufen -

weil alle Seins- und Seelenprodukte lebendige elektromagnetische Kraftfelder sind, Wesenheiten mit eigenem Bewusstsein, Kontur und Lebenswillen:

  • die selbstgeschaffenen 'Komplexe';
  • die familiären Einflüsse: Familienfeld = Familiendämon (Eltern geben die Reaktionsweisen und 'Macken' ihrer eigenen Eltern / Ahnen an ihre Kinder in unendlicher Abfolge weiter);
  • aber auch die Belastungen aus früheren Leben, die wir mitbringen:

"Dämonen, Dämönchen, Dämonismen"…

So, wie die Kräfte des Lichts in unserem Seelenfeld um uns ringen, so auch die Kräfte des 'falschen' Seins, die verhindern wollen, dass das göttliche Licht aus der Ursprungsnatur in uns erwacht und wachsen und zunehmen kann.

"Denn unser Kampf geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Welt-Machthaber dieser Finsternis, gegen die Geister des Bösen im Himmlischen." (Eph 6, 12)

Und: "Das Gute, das ich tun will, tu ich nicht, aber das Schlechte, das ich nicht will, vollbringe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, bewirke es nicht mehr ich, sondern die in mir wohnende Sünde." (Röm 14, 19 f.)

 

Was heißt: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder" (Mt 18, 3)?

Wir haben unsere natürlichen Seelenfähigkeiten verloren

 

Aufgrund der beschriebenen Spannungen und Spaltungen in uns, Komplexe, Blockaden, Mechanismen ("Mechanismen sind Dämonismen") sind uns bestimmte Seelenfähigkeiten abhanden gekommen, die für seelische Entwicklung und Befreiung unerlässlich sind.

  1. Wir können nicht mehr loslassen, weil die inneren Gebote, Verbote und 'Glaubenssätze' ('Dämonen') uns zwingen, Dinge wichtig zu nehmen, statt sie der Selbstheilung des Seins zu überantworten...
    (Und "solange du noch etwas wichtig nimmst, steckt immer ein Dämon dahinter": die Göttin der Gier, wie Mani sagt…)
  2. Wir können nicht mehr entspannen / 'runterkommen, uns fallen lassen, 'erden', weil die aufgestauten Komplexe uns wie 'aufhängen'…
  3. Wir sind nicht mehr imstande, uns hinzugeben, uns zu verschenken, bedingungslos zu dienen, weil Abgrenzung, Negativität, Angst und Misstrauen zu Allesbeherrschern in uns geworden sind…
  4. Wir wissen nicht mehr, wie sich der Erlebensraum der Liebe in unserem Brust-Bewusstseinszentrum anfühlt, weil aufgrund unserer emotionalen Verdrängungsarbeit unser Fühlfluidum 'weggefressen' ist…
  5. Die wahren Gefühle des Leidens in uns: Schmerz, Angst, Entsetzen, Zorn, Verzweiflung, Traurigkeit, Bitterkeit etc. sind zu unseren Feinden geworden, obwohl nur durch sie der Zugang auch zu voll ausgefühlten Gefühlen der Erfüllung möglich ist:
    Seelenfülle, Glücklichkeit (Erfüllung), Erschütterung, Berührtsein, Bewegtsein, Empathie, Liebe, Mitleid, Erbarmen, emotionale Sattheit, Beruhigung, Befriedung, Freude, Dankbarkeit, Beten, Seligkeit, Angekommensein, Verbindung ('Einssein'), Annehmen ('Weisheit'), Jubel, Triumph, Opfer, Sich-Verschenken etc…
  6. Die aus Frustration unterdrückten Gefühle des seelischen Wünschens, seelischer Sehnsucht, seelischen Wollens und Begehrens sind nicht mehr verfügbar für ein effektives und zielgerichtetes Streben im Leben (christlich: Heilsbegehren)
  7. Das natürliche Gefühl des Betens, des Sich-vor-Gott-Stellens kann nicht mehr gespürt werden, weil das Empfinden der Not sterilisiert wurde.

Aber: "Nicht, was wir erleben, macht unser Schicksal aus, sondern wie wir empfinden, was wir erleben", hat eine österreichische Dichterin gesagt (Marie von Ebner-Eschenbach).

Unzählige Menschen können auf Unfälle, Krankheiten, Verluste und andere Schicksalsschläge nicht mehr reagieren.

Der Körper wird ins Krankenhaus gesteckt, ohne die Krankheit seelisch zu bearbeiten.

Den Menschen zur Maschine zu machen, zum seelenlosen mechanischen Roboter – das ist Wirkungsweise und Ziel jener unsichtbaren dunklen Mächte, die innerhalb und außerhalb unseres Seelenkostüms wohnen: damit wir aus Schicksal nicht lernen können;

damit sie weiter an das Rad von Tod und Wiederverkörperung gefesselt bleiben…

"Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr keinesfalls hineinkommen in das Reich der Himmel" (Mt 18, 3)

Weisheit, Annahme und Liebe – das Vorrecht des Alters? Nein. Kristallisation, Erstarrung, Demenz – dämonisch kindisch statt natürlich kindlich…

Wieder authentisch werden, das heißt echt? Das Oberflächenselbst auflösen: direkt zu sich – direkt zu anderen?!? Das 'innere Kind' oder 'Schatten-Ich' heilen und befreien – wieder integrieren ins Herz?!?

Damit Gott das Licht uns wieder erreichen kann?!?

 

Kirche des Lichts im neuen Äon

 

Die Kirche des Lichts im neuen Äon ist eine Wiedergeburt der Kirchen des Mani von Ekbatana.

In ihren Gottes- oder Tempeldiensten lehrt und praktiziert sie die Rückkehr zum authentischen Selbst, die Rückkehr des Bewusstseinsschwerpunkts ins Herz und die Befreiung von den Gefühlen durch die Restitution der Gefühle:

die Reduktion der Oberflächen- oder Sekundärgefühle auf die Primär- oder Tiefengefühle der Seele.

So wird es wieder möglich, die Wahrheit des Seins zu fühlen. Und so wird es wieder möglich, die Räume der Sehnsucht, des Wollens und Begehrens auf die Heilung des individuellen und kollektiven Seins zu richten.

 

 

Die Gottes-Maschine

Es gibt keinen Unterschied zwischen Philosophie, Psychologie und Physik

 

  

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eit je versuchen wir, die Welt zu verstehen.

Weil sie uns 'unlogisch' erscheint, imperfekt und leidvoll.

Aber weil alles, was ist, Bewusstsein hat, ist alles Wissen in diesem 'All' vorhanden.

Es ist nicht so, dass es keine wahre Lehre gäbe, nur unzählige unbefriedigende Theorie und 'Glaubenssätze' über das Sein des 'Alls':

sondern in allem ist ein 'wahrer Kern'.

Der deutsche Philosoph Georg W. F. Hegel ist vielleicht der größte unter den Philosophen, in der Art, wie er zeigt, wie man diesen 'wahren Kern' herausarbeiten kann.

Und in seinem Wissen: wer zur Wahrheit will, dem muss 'Hören und sehen vergehen'; das heißt:

weg vom Einzelnen, so weit wie möglich hin zum höchsten Allgemeinen, dann kann man 'nichts falsch machen'.

Deswegen beginnen wir in unserer neuen Gnosis mit dem "Sein".

Das "Sein" betrifft alles, was ist, ob 'Materie', die verschiedenen Arten oder 'Aggregatszustände' von 'Materie', oder 'Nicht-Materie', die auch nur eine Form von Materie ist, sonst gäbe es sie nicht.

Denn jede 'Energie' ist Materie, und unsere neue Gnosis sagt, dass es nichts gibt, was nicht ein Wesen ist mit Bewusstsein:

Ob 'anorganische Materie' oder 'organische Materie', ob ein 'physischer' Körper oder ein 'Seelen-Inhalt': Gedanke (Begriff oder Bild), Gefühl, Empfindung, Erleben, Impuls etc., ob 'Sichtbares' oder 'Unsichtbares':

alles, ob scheinbar unendlich klein oder unendlich groß, ist ein Wesen, eine eigene Wesenheit.

Helena P. Blavatsky sagt: "Jedes Atom ist ein Engel".

 

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eswegen ist auch das "Sein" eine eigene Wesenheit, das Absolute, Allgemeine, 'Abstrakte', Überindividuelle, und es ist kein Wunder, wenn es mit "Gott" bezeichnet wird, der in allem bewusst ist, was existiert, ob sichtbar oder unsichtbar, im 'All' oder 'Universum', im Größten und im Kleinsten.

Wer "Gott" verstehen will, muss das "Sein" verstehen

Wer "Gott" verstehen will, muss das "Sein" verstehen.

Steht das "Sein" unter einem Gesetz, ist es ein Gesetz, ist es ein Gesetzgeber, der sich selbst und seinen 'Produkten' ein Gesetz gibt?

Wer sind die 'Produkte des Seins '?

Alles 'Unsichtbare' und 'Sichtbare'.

Wenn unsere neue Gnosis sagt: "Gott ist eine Maschine", dann ist das weder despektierlich noch 'unpersönlich'.

Denn der 'subjektive Geist', wie Hegel den menschlichen Denker nennt, ist gleichfalls eine 'Maschine', wie in der modernen Psychologie immer mehr erkannt wird: Seine Beweggründe, Gedanken, Gefühle, Impulse etc. sind Vektoren (Antriebsmomente), die in jedem Zeitpunkt eine je eigene Resultante (Resultat) bilden.

Noch ehe ich mir einer Entscheidung bewusst bin, habe 'ich' sie schon getroffen, weiß man heute. Ich bin das Resultat unzähliger Beweggründe – "körperlich / seelisch / geistig" -, die in jedem Moment das ihnen zugehörige Ergebnis erzielen, je nachdem, welcher Einfluss in mir größer ist.

So entstehen 'Dumme und Kluge', 'Gute und Schlechte' etc.

Wir glauben, wir 'machten' es, wir seien die Macher unserer Persönlichkeit und unseres Charakters und der Persönlichkeit und des Charakters anderer, doch legen wir uns nicht die geringste Rechenschaft ab über das, was uns und alle in jedem Moment beeinflusst.

Wer hält es aus, zuzulassen, dass sich durchsetzt, was da ist?!? Ist nicht unser Misstrauen zu groß, dass sich dann Unerwünschtes durchsetzt?

Brauchen wir die Illusion, wir seien die 'Macher'? Viele glauben das.

Wenn aus dem "Sein" Kräfte herauspurzeln, Gottheiten, Engel, 'Schönes und Hässliches', Schöpfungs- und Zerstörungskräfte, die alle ihrem eigenen Gesetz folgen, dessen Vektoren in jedem Augenblick je eine neue Resultante bilden – dann tun sie genau das, was in ihrem 'Programm' ist (vergleiche Arthur Schopenhauer, "Im Zwang der Motive").

 

Die Frage ist nicht: warum tut "Gott (oder) das Sein" uns das an, sondern: Muss ich mich anstrengen oder es einfach nur geschehen lassen, dass alles sich zum Guten wendet?
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ie Frage ist also nicht: warum tut "Gott (oder) das Sein" uns das an, sondern: Muss ich mich anstrengen oder es einfach nur geschehen lassen, dass alles sich zum Guten wendet?

Denn alles, was ist, ist auf eine sehr verstehbare Weise ein sich selber erzeugendes, sich selber organisierendes und sich selber verwaltendes, sich selber entwickelndes und sich selber heilendes System – das wissen wir aus der Natur, dem Pflanzen- und Tierreich, und das gilt auch für "Natur II"(Karl Marx), die 'kulturelle Entwicklung' der menschlichen Population.

Es gilt für das Kleinste und das Größte, für das 'Sichtbare' und das 'Unsichtbare' (das hinter allem Sichtbaren steht als dessen Ursache und Ur-Grund), für das gesamte "Sein".

Wenn es also eine 'Evolution' hin zur Degeneration oder Regeneration des "Seins" gibt: wo fängt sie an und wo hört sie auf?

Wenn alles, was entsteht, stets einem Höhepunkt und einem Ende entgegengeht – wo ist der 'Sinn'?

Es gibt die 'Urknalltheorie':

Aus dem 'Nichts' entsteht das All mit all seinen Entwicklungsprodukten, nur um am Ende wieder in sich zusammenzufallen.

Es gibt die 'geisteswissenschaftliche' Theorie:

Alles "Sein" ist ein Ein- und Ausatmen Gottes; Schöpfung entsteht und vergeht, das "Leben" ist ewig, aber nicht einzelne (sichtbare oder unsichtbare) Lebewesen = "aus der Einheit (Einsheit) kommt alles, in die Einheit (Einsheit) kehrt es wieder zurück".

Wir können nicht anders, als mit jedem Atemzug darum zu kämpfen, dass es uns besser geht. Aber es gibt einen Unterschied zwischen uns anstrengen, zu handeln, und zuzulassen, dass wir handeln.

Was ist damit gemeint, wenn Jesus sagt: Lebt wie die Lilien im Felde ("Matthäus-Evangelium" 6, 28), werdet wie die Kinder ("Matthäus-Evangelium" 18, 3; "Lukas-Evangelium" 18, 17), sorgt euch nicht um das Morgen ("Matthäus-Evangelium" 6, 34)? Was würden eine Blume oder ein Baum dazu sagen?

Wenn es uns gelingt, dazu noch unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse zu fühlen, die wir in frühester Kindheit verdrängt haben, dann haben wir das "Sein" 'in der Tasche'.

Denn dann spüren wir, was uns behindert und fördert: innerhalb von uns und außerhalb von uns.

In unserem Fühlen steckt unser Wissen

Denn in unserem Fühlen steckt unser Wissen…

Dann gelangen wir zur christlichen Gnosis: sich nicht mehr ein X für ein U vormachen lassen, die Macht der dunklen Weltmafia in uns und um uns entlarven und die Hilfe ergreifen, die "Gott (oder) das Sein" zu seiner eigenen Selbstheilung uns reicht:

Die Hand Christi: des Erlösergotts und seiner Helfershelfer, der nach biblischer Auskunft durch sein Opfer den gefallenen Teil des "Seins" gerettet hat, indem er sie durchlichtet, reorganisiert, 'evolviert', durchflutet mit seinem Sein und in einem gewaltigen kosmischen und überkosmischen Prozess wieder auflöst, um aus Disharmonie Harmonie, aus Spaltung Einheit und aus Entsetzen Versöhnung zu generieren.

 

 

Es gibt keinen Weg zur Wahrheit über den Kopf

 

Die drei Bewusstseinszentren im Menschen: 'Kopf, Herz und Bauch' waren noch nie so voneinander gespalten wie in der heutigen Zeit. Wir leben aus einem OBERFLÄCHEN-SELBST heraus, nicht aus unserem Tieferen oder 'Unteren' Selbst: dem Seelen- oder Fühlwesen im Brustbereich.

Wir leben seelisch aus zweiter Hand, was eine große Gefahr mit sich bringt. Solange wir nicht gelernt haben, aus dem Brustbereich heraus wahrzunehmen und zu denken, haben wir kein Kriterium für innere und äußere Realität.

Ein und derselbe Begriff oder Satz ist wahr, wenn ich ihn richtig verstehe - wenn ich ihn falsch verstehe, ist er falsch.

Hinzu kommt, dass es nach den Ergebnissen der zeitgenössischen Sprachphilosophie und Sprachpsychologie nicht mehr statthaft ist, wie die Politiker auf Worten herumzureiten. Ein und derselbe Begriff oder Satz ist wahr, wenn ich ihn richtig verstehe - wenn ich ihn falsch verstehe, ist er falsch.

Deswegen hat die neue Gnosis allem 'Studium' die AGAPE Bewusstseinsschule vorgeschaltet, in der wir dieses lernen, den Brustraum ('Herz') als Zentrum unseres Wahrnehmens und Denkens zu benutzen und 'Kopf, Herz und Bauch' miteinander zu versöhnen.